Deutsch English Italienisch
Stichheiler! » NEUE KONTAKT-FLÄCHE - Wichtiger Hinweis zu Produktupdate !

Tigermücke

Die asiatische Tigermücke

Die aus Süd- und Südostasiens stammende Stechmückenart gerat jüngst in die Schlagzeilen einiger asiatischer Länder wie Singapur. Dort verursachte sie sogar eine Epidemie durch eine von ihr übertragene Krankheit, das Dengue-Fieber. Größe und Form sind denen unserer heimischen Stechmücken äquivalent, obgleich etwas kleiner, jedoch ist die Tigermücke ihrem Namen nach auffällig hell-dunkel gestreift, was daher als auffälligstes und sicherstes Merkmal zur Artenbestimmung herangezogen wird. Wie bei Individuen dieser Unterfamilie typisch sind die Männchen ungefähr 20 % kleiner, als die Weibchen.

Die Tigermücke hat nur wenige Feinde. Aufgrund ihrer sonderbaren Favorisierung von Eiablagestellen. Anders als bei den meisten Mückenarten legt die Tigermücke ihre Eier nicht in offenen Gewässern ab, sondern an Landstellen an denen sich durch Natur oder Mensch bedingt temporär Wasserstellen bilden wie Pfützen, Hohlräume in Müll und Reifen, wo die Eier und Larven eingreifbar für carnivore Landinsekten sind. Besonders Larven des Marienkäfers machen dem Mückennachwuchs schwer zu schaffen. Zudem wurden Stechmückenarten wie die Toxorhynchites, die kein Blut saugen, oft mit Eiablagestellen der Tigermücke gefunden und dabei entdeckte man, dass die Larven der Toxorhynchites die Tigermückenlarven als Nahrungsquelle nutzten. Marienkäfer und Toxorhynchites werden daher gern als biologisches Bekämpfungsmittel gegen die gefährliche Mückenart eingesetzt.

Vergleiche zur deutschen Stechmückenarten:

Vormarsch der Tigermücke nach Europa

Ursprünglich aus den subtropischen und tropischen Gebieten Süd- und Südostasiens stammend, bahnt sich die aggressive Stechmücke ihren Weg langsam zu uns nach Europa, und das seit einigen Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts (1960er Jahre) bereits. Trotz der natürlichen, feucht-warmen Umgebung passt sich die Tigermücke bereits an unser kühleres Klima an. Doch wie und warum schaffte diese Mückenart den weiten Weg zu uns nach Zentraleuropa? Forscher begründen den Vormarsch mit der seit den 1990er Jahren stark wachsenden Globalisierung. Zum einen konnten die Mücken die zahlreichen Transportwege nutzen, um kontinentalübergreifende Orte zu erreichen, zum anderen spielt die einladende globale Erwärmung sicherlich eine Rolle. Ganzjährig ist es der Mücke aber dennoch zu kalt, egal wie gut sie sich anpasst. Während sie in der asiatischen Heimat ganzjährig aktiv ist, überwintert sie hier im Eistadium, für Deutschland gilt daher vor erst keine Gefahr.

In den Mittelmeerländern Frankreich und Italien hat die Tigermücke bereits aufgrund des einladenden Klimas stark Fuß gefasst. In Ländern wie Griechenland, Zypern, Spanien und Kroatien ist sie bereits auch präsent und wird sich ähnlich wie in Italien und Frankreich ausbreiten (Stand: 2011) und schafft es dort aufgrund milderer Winter dauerhaft zu überleben. Der sonnige US-Bundesstaat meldete im Jahr 2010 ebenfalls ein erstes dauerhaftes Auftreten der gefährlichen Mückenart. Die Situationen in der fernen Heimat der Mücke spitzt sich zudem extrem zu. In der ersten Hälfte 2013 verdreifachte sich die Population in Thailand und in Indien starben soviele Menschen wie noch nie zuvor am Stich der Tigermücke. Am schlimmsten traf es bisher Singapur, das sogar direkt mit einer Dengue-Epidemie zu kämpfen hat.

Im folgenden eine kurze Chronologie des Vormarsches:

Durch die Tigermücke übertragene Krankheiten

Die asiatische Tigermücke ist ein gefährlicher Überträger des Dengue-Virus, welches beim Menschen zu extrem starken Gelenkschmerzen, darausfolgenden Verlust der Motilität und schließlich dem Tod führt. Neben dem Dengue-Virus überträgt die Tigermücke auch eine ähnliche Krankheit, das Chikungunyafieber. Dieses Fieber wirkt ähnlich wie das Dengue-Fieber, es führt zur Beeinträchtigung der Motilität und Verkrümmung des Gangbildes des Patienten, anders als beim Dengue-Fieber vermag sich der Patient jedoch vollständig von der Krankheit erholen, sie ist nur sehr selten letal.

Bekämpfungsversuche asiatischer und europäischer Regierungen

Da beide Krankheiten aufgrund mangelnder Impfstoffe und Therapien schwer zu behandeln sind, können die Regierungen betroffener Staaten nur ein Mittel zur effektiven Bekämpfung der Mücke einsetzen. Die Regierungen versuchen der Mücke die günstigen Lebensbedingungen in den Metropolen zu nehmen, sprich die Möglichkeit für Brutstätten. In Thailand wurde bereits ein regelmäßiges Aufräumprogramm beschlossen, das alle Bewohner dazu verpflichtet, Wohnungen, Höfe und Garagen in Ordnung und Sauberkeit zu halten und Brutplätze wie Reifen, Blumentöpfe, Wassertonnen zu entfernen oder zu verschließen.

Kreativer, obgleich aggressiver, geht die malaysische Regierung vor. Sie experimentiert am Gen von Mücken, um diese für sich gegen die Tigermücke kämpfen zu lassen. Auch die Raffinessen der modernen Mobiltechnik werden genutzt. Mehrere Universitäten haben Apps entwickelt mit denen die Benutzer Brutstätten fotografieren und so melden können. Vorreiter auf dem Gebiet der Impfstoffe ist bisher Thailand. Hier hat man sich entschlossen einen neuartigen Impfstoff des französischen Pharmaunternehmens Sanofi in der Provinz Ratchaburi zu testen, mit bisher 75 % Erfolgsquote, denn "nur" bei 3 von 4 Untergruppen des Virus fand man nachweisliche Immunität der Erkrankten. Die Suche nach einem idealen Impfstoff ist sehr schwer, da man sich zum Ziel setzte alle 4 Untergruppen gleichzeitig bekämpfen zu können. Nun mag diese Impfstoffentwicklung durchaus positiv sein, ist sie jedoch kein Garant für ein geplantes, nationales Impfprogramm betroffener Ländern, denn abermals spielt auch der Kostenfaktor bei der Entwicklung und Verbreitung eines Impfstoffes hinein.

Überblick der Bekämpfungsmethoden und -versuche:

Heilung und Linderung der Stiche

Neben den bekannten, zur Zeit noch in der Testphase befindlichen Impfstoffen, kann man als Betroffener nur die Stichwunde und damit Schmerz- und Juckreize lindern. Entweder empfiehlt sich Kühlen mit einem kalten Gegenstand oder das Verwenden von lindernden Insektenstichheilern wie dem bite away Stichheiler. Er vermag Schwellungen, Schmerzen und Juckreiz zu lindern, ist einfach zu bedienen und wird für Allergiker und Schwangere ausdrücklich empfohlen. Da er rein elektrische betrieben wird, ist er zudem absolut chemiefrei.

Zurück

Copyright © 2013 RIEMSER Pharma GmbH

Infos zu Insektenstichen und bite away

Impressum

RIEMSER Pharma GmbH
An der Wiek 7
17493 Greifswald - Insel Riems
fon +49 (0) 38351 76-0
fax +49 (0) 38351 76-48
info[at]riemser.com

Parse Time: 0.189s