Wespenstich
Wenn es etwas gibt, was einem die warme Jahreszeit wirklich verleiden kann, dann ist es ein Wespenstich. Nur weibliche Wespen besitzen einen ca. 2,5 mm langen Stachel, der aus Stachelrinne mit Giftkanal und zwei Stechborsten besteht. Kräftige Muskeln treiben den Stachel bei einem Wespenstich in die Haut und können ihn auch wieder zurückziehen, sodass die Wespe gegebenenfalls auch mehrfach zustechen kann. Beim Wespenstich wird das in zwei Giftdrüsen gebildete und in der Giftblase gespeicherte Wespengift durch den Giftkanal in die Wunde gepresst. Wespengift enthält Enzyme, die die Zellen zersetzen und so den Weg für andere Inhaltsstoffe wie Histamin, Serotonin, Adrenalin, Acetylcholin und Kinin freimachen. Diese Stoffe erzeugen durch Wirkung auf das Nervensystem die typischen Schmerzen und verursachen lokal Schwellungen, Juckreiz und Rötungen. Vielleicht tröstlich: Wespengift ist weniger giftig als allgemein angenommen, sodass ein Wespenstich für nicht allergische Menschen zwar schmerzhaft und unangenehm ist, aber keine große gesundheitliche Beeinträchtigung darstellt.
Gute Hilfe bei einem Wespenstich bietet der Stichheiler. Das elektronische Gerät für die Hosentasche sorgt durch eine lokale Erwärmung des Stichgebiets für eine schnelle Inaktivierung und einen verbesserten Abtransport der Giftstoffe. Juckreiz und Schwellungen werden so stark gemindert.
Ein wichtiger Hinweis: Sollten nach einem Wespenstich ein nesselartiger Ausschlag am ganzen Körper, Übelkeit oder Kreislaufbeschwerden auftreten, kann es sich um eine allergische Reaktion handeln, die in Einzelfällen sogar lebensbedrohlich ist. In diesem Fall ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Das gleiche gilt für Stiche im Mund- oder Rachenraum, da entstehende Schwellungen zu gefährlichen Atembeschwerden führen können.
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